Deep End

Autorin: Ali Hazelwood | Verlag: Aufbau Verlag | Genre: New Adult | Book Trope: Sports Romance // Spicy Romance // Forbidden Love | Erscheinungsdatum: 04.02.2025 | ISBN: 978-3-352-01008-8
deep end

Mit Deep End nimmt uns Ali Hazelwood diesmal mit in die Welt des Profisports – und liefert dabei nicht nur knisternde Chemie, sondern auch jede Menge Herz.

Scarlett will einfach nur ihre Ruhe – Lukas stellt ihr komplettes Leben auf den Kopf.

Seit einer Verletzung fühlt sich Scarlett Vandermeer im Wasser nicht mehr wie sie selbst. Sie zieht sich zurück, meidet Nähe und will sich eigentlich nur auf ihr Studium konzentrieren. Beziehungen? Zu kompliziert. Zu anstrengend. Nicht jetzt.

Lukas Blomqvist dagegen lebt für den Leistungssport. Disziplin, Kontrolle, absolute Zielstrebigkeit – so kennt man ihn. So bricht er Rekorde. So bleibt sein Herz außen vor.

Und trotzdem landen die beiden in einem Arrangement, das klar geregelt ist: Keine Gefühle, keine Erwartungen – nur körperliche Nähe. Doch je länger sie sich aufeinander einlassen, desto weniger bleibt von dieser Abmachung übrig.

Denn was, wenn genau der Mensch, von dem man sich fernhalten will, der Einzige ist, der einen wirklich versteht?

Meine Rezension zu Deep End

Ali Hazelwood beweist mit Deep End erneut, dass sie Liebesgeschichten schreiben kann, die unter die Haut gehen – und dabei ganz viel Gefühl mit einem Hauch Leichtigkeit verbinden.

Ali Hazelwood gehört für mich inzwischen zu den Autorinnen, bei denen ich nicht mal den Klappentext lesen muss – ich weiß einfach, dass ihre Bücher einziehen dürfen. Und auch Deep End hatte wieder diesen ganz besonderen Vibe, den ich so an ihr liebe: viel Gefühl, eine gute Portion Nerd-Humor, ein durchdachter Stil – und natürlich knisternde Romantik.

Gleichzeitig hat mich das Buch auch überrascht. Denn Deep End ist spürbar düsterer, ernster und auch deutlich sinnlicher als ihre bisherigen Romane. Es geht weniger um Wissenschaft (auch wenn das Medizinstudium der beiden nicht ganz außen vor bleibt) – dafür rücken Themen wie Profisport, mentale Gesundheit und Selbstfindung stärker in den Fokus. Das Setting rund ums Schwimmen, Synchronspringen und Turmspringen ist dabei mehr als nur Kulisse, auch wenn die Story eher durch die Figuren als durch den Sport getragen wird.

Scarlett, unsere Hauptfigur, war für mich sofort spannend. Sie ist ehrgeizig, verschlossen und kämpft nach einer Verletzung mit sich selbst – sowohl körperlich als auch mental. Man begleitet sie auf dem Weg zurück zu sich selbst, zu mehr Selbstvertrauen und zu echter Nähe. Und ja, die Beziehung zu Lukas spielt eine große Rolle, aber eigentlich steht Scarlett im Mittelpunkt. Ihre Entwicklung fand ich wahnsinnig stark und echt erzählt.

Was Lukas angeht: Er blieb für mich lange eher ein Mysterium. Ich hätte mir gewünscht, auch mal in seine Gedankenwelt einzutauchen – vielleicht hätte das die Verbindung zu ihm etwas greifbarer gemacht. Trotzdem fand ich die Dynamik zwischen den beiden besonders, gerade weil es nicht sofort zuckersüß und glatt war. Und durch die vielen liebevoll gezeichneten Nebenfiguren – wie Penelope, Scarletts Mitbewohnerin oder auch ihre Stiefmutter – wirkte alles trotzdem rund und lebendig.

Deep End ist definitiv kein locker-leichtes Sports-Romance-Buch – dafür geht es zu sehr in die Tiefe. Aber gerade das mochte ich. Es ist ein Buch mit viel Gefühl, Nerd-Charme, starken Themen und einem Schreibstil, der einen einfach mitnimmt. Und als kleines Extra: Es gibt ein Wiedersehen mit Olive und Adam aus The Love Hypothesis – ich hab’s geliebt!

Die Charaktere

Scarlett

Scarlett, eine talentierte Turmspringerin, steht nach einer schweren Verletzung vor dem schwierigen Weg zurück ins Training. Ihre Leidenschaft für ihren Sport, aber auch für einige sehr spezifische Vorlieben in ihrem Privatleben, macht sie zu einer faszinierenden und vielschichtigen Protagonistin.

Lukas

Lukas, auf der anderen Seite, ist ein erfolgreicher Schwimmer und ebenso ehrgeizig wie Scarlett. Die Beiden begegnen sich zunächst im Wassersport auf der Uni und arbeiten dann auch gemeinsam an einem anspruchsvollen Forschungsprojekt, das ihre akademische Brillanz unterstreicht.

Mein Fazit zu Deep End

Deep End von Ali Hazelwood überzeugt mit einer düstereren, erwachseneren Handlung und einer komplexen Hauptfigur. Trotz geringerem Wissenschaftsbezug und anfänglichen Zugangsproblemen zu den Figuren bietet die Geschichte interessante Entwicklungen und Hazelwoods gewohnt humorvollen, fesselnden Stil.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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